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Nähtreffen Titel

Hey!

Schön, dass ihr wieder da seid! Habt ihr wieder etwas Zeit kreativ zu sein?

Lang lang ist es her, aber dennoch möchte ich euch von unserem Nähtreffen berichten.

Achtung viel Text und viele Bilder :)

Bevor ich es vergesse: Dieser Beitrag kann Werbung enthalten, welche nicht bezahlt ist. Diese kann zufällig sein oder auch einfach durch das genutzte Bastelmaterial.

Es war Anfang 2016 als Anna von zwergstücke zum Nähtreffen im Südwesten einlud.

Ich musste zwar erst überlegen, denn es wurde nach Karlsruhe eingeladen.

Das war bzw. ist halt nicht einfach so um die Ecke.

Ich war aber soooo neugierig, wie so ein Nähtreffen abläuft und war neugierig auf die netten Menschen aus dem Netz und vorallem auf Anna, dass ich nach kurzer Rücksprache mit meinem Kerl, zusagte.

Zu dem Zeitpunkt war das alles noch soooo weit weg.

Aber je näher es rückte, je aufgeregter wurde ich, auch nachdem per Mail die Planung los ging.

Nicht nur, dass ich mich noch mehr auf die netten Menschen freute, die man ja nun per Mail auch etwas mehr kennenlernen durfte, ... musste auch überlegt werden, was man zu einem Nähtreffen mitbringen sollte.

Also, es waren 3 Nächte geplant, Hotelzimmer war gebucht und nun musste gepackt werden. Natürlich wusste ich, wie ich meinen Koffer packen sollte, man ist ja dann doch reiseerfahren.

ABER NOCH NIE bin ich mit meiner Nähmaschine verreist. Woher soll ich denn vorher wissen, was ich von all dem klimmbimm Zeug an den drei Tagen brauchen werde??

Ich war total überfordert und war froh, dass mir die Ladys per Mail schon einige Tipps gaben. Dennoch war es für mich fast unmöglich.

Wir hatten zwar zwei Schnitte geplant, die wir an dem Wochenende nähen wollten und dafür hatte ich sogar im Vorfeld Stoffe besorgte (und sogar ans Vorwaschen gedacht :) )

Aber dann ging es schon damit los, wie viel und welche Farbe an Garn man mitnehmen sollte.

Na ja, ich kürze hier mal ab, aber ihr versteht bestimmt mein Problem.

Im Nachhinein, habe ich teilweise echt Blödsinn mitgeschleppt und anderes dafür vergessen, aber das war halt mit Ansage.

Zum Glück konnten mir die Mädels aushelfen oder auch ich ihnen mal, denn z.B. hatte ich (warum auch immer) viele leere Spulen mit :)

 

Nähzimmer

Donnerstag bin ich recht früh los gefahren. Ich musste nur noch mein "kleines" Köfferchen einladen, denn die Nähma (und Zubehör) musste schon die Nacht im Auto verbringen.

Noch kurz Tanken und Frühstück besorgen und ich war auf dem Weg. Seit meinem neuen Auto fahre ich doch sehr gerne Auto und mit dem neuen, einfachen, modernen Auto geht das auch sehr viel angenehmer. Mit meiner alten Möhre hätte ich diese Tour nie gemacht.

Ich war (mit Pippi-Pause) ca. 4 Stunden unterwegs und kam als erstes im Hotel an. So hatte ich genug Zeit mein Zimmer zu beziehen und dann noch mal auf Erkundungstour zu gehen.

Als erstes lernte ich Anna kennen und schon bald kamen alle anderen auch eingetrudelt. Es war keine Minute seltsam. Es passte einfach sofort, die Chemie in der Gruppe war so angenehm, entspannt und lustig. Man hatte ja auch sofort ein Thema zum Quatschen: NÄHEN!

Und nachdem wir unser Nähzimmer bezogen haben, konnten wir damit auch direkt anfangen.

Anfangs war es echt komisch dort zu nähen, war halt nicht mein Chaos-Nähzimmer und alles anders, alles stand wo anders und, und, und... ... allgemein war es halt nicht neu.

Vielleicht war das aber auch die Inspiration, die wir brauchten, denn wir sind alle in einen Nährausch gefallen!

Am ersten Abend, war mir zwar fast zum Heulen. Weil meine Nähma nur Faxen gemacht hat. Unsaubere Nähte und Knötchen auf der Rückseite. Mein Tshirt wurd und wurd nicht fertig. Dann haben wir meine Nähma auseinander gebaut, um sie zu reinigen, damit sie besser näht ...

Dann haben wir sie nicht mehr zusammen gebaut bekommen - ich wurde fast wahnsinnig -

Als es dann durch Zufall doch irgendwie geklappt hat (gelernt: nächstes Mal Anleitung mit schleppen), nähte sie immer noch sch....

Irgendwann kamen wir auf die Idee, dass ich die Metall Spule auswechseln und eine Plastik Spule nehmen sollte. Ich dachte bis dahin, dass Metall Spulen besser wären. Als ich mir damals einen Satz Plastikspulen kaufte, war das nur, weil ich zu geizig für die Metallspulen war.

Nach dem Spulenwechsel, wurde ich wieder zuversichtlich, denn mein erstes T-shirt konnte fertig gestellt werden - ich war glücklich.

Vivi näht
Overlock nähen

Nicht nur das Spulen-Chaos habe ich gelernt und das Nähen mit Bündchen (vorher dachte ich, der Scheiß wäre eigentlich überflüssig) aber nun habe ich soooo viele Ideen, was ich damit nähen möchte und nun auch kann. Denn Bündchen ist gar nicht mal sooo dumm :)

Aber ich durfte auch an der Overlock nähen, die liebe Anja hat mir alles genau erklärt und auch Mary hat mir ihre Overlock anvertraut.

Auch über die Overlock dachte ich, dass wäre nur Spierlerei und überflüssig.

- Wie konnte ich nur so naiv sein? -

 

Nachdem man einmal in den Nährausch verfallen ist, kann man nicht aufhören. Gleiche Problematik wie Zuhause - das Trinken vergessen - ans Essen wurde man durch den Magen erinnert und ans Schlafen evtl. durch die zufallenden Augen.

Die erste Nacht war ich noch früh im Bett, als ich so um 11:30 Uhr eine Gute Nacht Nachricht an meinen Kerl schickte. Die Tage danach war ich später im Bett.

 

Konzentration
Nähma

Es war echt schön, morgens die Mädels beim Frühstück wieder zu treffen und den Tag zu besprechen. Denn ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben uns zwar hauptsächlich zum Nähen getroffen, aber hatten auch anderes vor.

 

Am schönen Freitag konnten wir das Karlsruher Herbst-Wetter richtig genießen und haben einen schönen Sparziergang gemacht ...

natürlich zum Stoffdealer.

Die Vorfreude, das Wetter, die Herbstfarben und die tollen Leute waren eine sehr schöne Kombi.

Bustour
Sparziergang

Wir hatten durchweg Spaß und konnte zwischenzeitlich auch mal die Nähmaschinen vergesser. Dadurch hatten wir die Gelegenheit uns kennen zu lernen und die Personen hinter den Posts/Mails/Blogs und Nähmaschinen kennen zu lernen.

Unglaublich, was wir für ein Glück hatten, dass nur so tolle Ladys anwesend waren.

Beim Stoffdealer waren wir ALLE (oder Ladys?) mit der Auswahl echt überfordert. Es waren soooo viele Stoffe! Das war ich gar nicht gewohnt und alles sah so schön aus.

Ein Traum für alle Nähfreaks.

Hier stehe ich im Jerseyraum, ja RAUM. Der Raum war voll mit diesen Regalen und voller Jersey. Im anderen Raum gab es dann zig andere Regale mit den ganzen anderen Sachen, von Wachstuch, Softshell, Baumwollstoffe, Knöpfe, Schrägband und alles was man/Frau halt braucht.

Stoffdealer
Stoffdealer I

Da ich das Wochenende nutzen wollte, um meine Erfahrungen im Klamottennähen zu vertiefen und auch mit Jersey nicht viel Erfahrung hatte, kaufte ich mir drei Stoffe, für ein Kleid, ein weiteres Tshirt und eine Leggings.

Ich konnte mich echt nicht entscheiden! Aber da ging es mir zum Glück nicht alleine so.

Bei den ganzen Eindrücken habe ich gar nicht mitbekommen, wie lang wir in dem Laden waren.

Freitag Stoffdealer, Samstag Sightseeing Bus durch Karlsruhe. Es war ganz doofes, ungemütliches, nasses Wetter. Ich war froh im Bus unterwegs zu sein. Alles richtig gemacht, den Sparziergang Freitag bei schönem Wetter.

Mit den Ladys hat es dennoch sehr viel Spaß gemacht. Wir haben nur Blödsinn erzählt, es war sehr lustig. Entweder waren wir alle unter Nähentzug oder ... ich weiß auch nicht ... sind wir halt verrückte Nähhühner.

Bustour
Bustour I

Durch die verregneten Fenster konnte man leider nicht so viele Fotos machen, aber wenigstens eines vom Schloss.

Karlsruhe hatte viele Baustellen, so war wohl die Strecke vom Bus etwas verändert, aber dennoch hat man vieles von der Fächerstadt erfahren.

Ich denke, ich muss dort noch mal hin, um mir vorallem das Schloss und die Fächerstraßen genauer anzugucken. Auch die Pyramide interessiert mich schon (die habe ich aber leider gar nicht gesehen) - sie gab es mal für ein paar Sekunden, aber ich musste mich zwischen Schloss und Pyramide entscheiden :)

Wir haben uns an dem langen Wochenende jeder ein Tshirt (Kimonotee von mariadenmark) genäht. Auf diese Tshirts haben wir UNSER Nähtreff Logo geplottet.

Ach ja, der Plotter *schwärm* ....

Für das Gruppenfoto haben wir alle unsere Kimonotees an, da sieht man schon, wie unterschiedlich die alle sein können :)

Gruppe
Gruppe I

Fazit:

Als ich Sonntag auf dem Heimweg war, habe ich mir fast geschworen diese Tour nicht noch mal zu machen. Denn ein Wochenende (4 Tage sogar) von morgends bis abends Programm zu haben, konzentriert, unter Strom und nur am quatschen war echt anstrengend.

Die Fahrt war so anstrengend, weil ich echt kaputt war und da fand ich die Fahrt gar nicht mehr sooo cool.

ABER: Nachdem ich nun ausgeschlafen habe, kann ich nur sagen: IMMER WIEDER GERN!

Denn diese Anstrengungen und alles waren einfach genial, lustig und ein wunderschönes Wochenende!

Wir Nähhühner haben seitdem keinen Tag ohne einander verbracht (whatsapp sei Dank).

Anna war sogar schon so klug und hat die Räume (sogar einen Raum mehr) direkt fürs kommende Jahr wieder gebucht.

Ich bin echt sehr froh, diese Tour gemacht zu haben. Denn ich konnte nicht nur viel lernen, sondern auch echt tolle Menschen kennenlernen und spätestens im November 2017 sehe ich sie alle wieder.

Vielleicht schaffen wir es vereinzelt auch vorher schon. :)

Das wäre sehr schön. :)

 

Die Bilder hat mir netterweise Anna von zwergstücke zur Verfügung gestellt, mit ihrer Kamera hat sie einfach bessere Bilder gemacht, als meine kleine Fusselkamera :) Danke noch mal!

Falls ihr lesen wollt was Anna von zwergstücke und was Mary von pemaskreativecke über das Nähtreffen berichtet haben, könnt ihr das auf ihren Blogs nachlesen.

 

Ich werde mich nun mit der Aufgabe beschäftigen, die ich aus dem Nähtreffen mit nach Hause genommen habe:

Was brauche ich dringender?

1. Eine Overlock

oder

2. Einen Plotter

 

Was meint ihr? Ich kann mich echt nicht entscheiden ...

 

Ich wünsche euch eine ereignisreiche und kreative Zeit!

 

Vivien

von

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